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Artikel des Tages
Jean-Philippe Rameau (getauft 25. September 1683 in Dijon; † 12. September 1764 in Paris) war ein französischer Komponist, Cembalovirtuose, Organist und Musiktheoretiker. Als Sohn eines Organisten wirkte er nach einer Studienreise bis zu seinem 40. Lebensjahr vorwiegend als Organist in verschiedenen französischen Kirchen. Im Zuge der Vorbereitung seines ersten theoretischen Werks, der Harmonielehre Traité de l’harmonie, siedelte er 1722 endgültig nach Paris über, wo er lange Zeit im Palast des Generalsteuereinnehmers Alexandre Le Riche de La Pouplinière lebte und wirkte. In seinen Cembalowerken geht Rameau von den feinen Texturen und der Eleganz François Couperins aus, erweitert aber die satztechnischen und harmonischen Mittel. Das eigentliche Ziel seines kompositorischen Schaffens war die Tragédie en musique, die große tragische Opernkomposition in der Nachfolge Jean-Baptiste Lullys, an die er sich erst im Alter von 50 Jahren wagte. Hier wertete er die Rolle des Orchesters auf, erhöhte die Kontraste und verwirklichte seine Idee, dass die Melodik in der Harmonik verwurzelt sei, die zudem den Ausdruck der Musik in stärkerem Maße als zuvor bestimmt. In seinen theoretischen Texten führt Rameau im Sinne der Aufklärung eine komplizierte empirische Musikpraxis auf ein Naturprinzip zurück, das er basse fondamentale nennt. Den Grundton des Akkords erklärt er mit der Unterteilung der Saite am Monochord. Die Dissonanz hält die Akkorde zusammen und sorgt für die Bewegung der Musik. – Zum Artikel …
Was geschah am 2. September?
- 1666 – In der Backstube des königlichen Bäckers Thomas Farriner bricht der „Große Brand von London“ aus, der vier Tage lang wütet und die Stadt weitgehend zerstört.
- 1856 – Der Schweizer Kanton Neuenburg erlebt einen Putschversuch von Royalisten, die den preußischen König wieder als Landesherrn einsetzen wollen.
- 1876 – Else Höfs, deutsche Politikerin der SPD und Abgeordnete der Verfassunggebenden deutschen Nationalversammlung, kommt in Berlin zur Welt; in Greifswald wird Gertrud Ulmann, Malerin und Opfer des Holocaust, geboren.
- 2001 – Christiaan Barnard (Bild), südafrikanischer Herzchirurg und Pionier auf dem Gebiet der Herztransplantationen, stirbt während eines Urlaubs in Paphos auf Zypern.
- 2006 – Stephen Frears‘ Film Die Queen mit Helen Mirren in der Hauptrolle wird in Venedig erstmals aufgeführt.
In den Nachrichten
- Lionel Messi (Bild) hat seine Karriere in der argentinischen Fußballnationalmannschaft beendet, Antonio Rüdiger seine in der deutschen und Silvan Widmer in der Schweizer.
- Oliver Zeidler hat bei den Ruder-Weltmeisterschaften in Amsterdam seinen vierten WM-Titel im Männer-Einer gewonnen; bei der Feldhockey-WM der Herren wurde die deutsche Hockeynationalmannschaft zum vierten Mal Weltmeister.
- In einer Volksbefragung hat die Bevölkerung Islands gegen die Wiederaufnahme von Beitrittsverhandlungen mit der Europäischen Union gestimmt.
Kürzlich Verstorbene
- Édouard Balladur (97), französischer Politiker († 31. August)
- Elco Brinkman (78), niederländischer Politiker († 31. August)
- Ada Yonath (87), israelische Chemikerin und Strukturbiologin († 31. August)
- Jörg Becker (79), deutscher Gesellschaftswissenschaftler († 23. August)
- Cordula Trantow (83), deutsche Schauspielerin († 12. August)
Schon gewusst?
- Mit Schwarz blüht der Enzian mimt Heino Rammstein.
- Erst eine Flutung der Innenstadt entschied die Belagerung von Aachen im Jahr 1248.
- Die Société Générale des Sucreries d’Egypte lieferte konkurrenzlos den gesamten Zucker, der in Ägypten konsumiert wurde.
- Der Kryptoanalytiker Alan Turing schrieb die autofiktionale Kurzgeschichte Pryce’s Buoy.