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Artikel des Tages
Das Westpfälzer Wandermusikantentum war ein Wandergewerbe, das sich etwa ab 1830 in einem Teilgebiet der Westpfalz, das heute Musikantenland genannt wird, entwickelte. Ab 1850 waren es zunehmend ausgebildete Musiker, die in den Kapellen spielten. Die Kapellen bereisten nun das gesamte europäische Ausland und zogen auch nach Übersee. In dieser Zeit zogen mehrere tausend Musikanten durch die gesamte Welt und verdienten den Lebensunterhalt für sich und ihre Familien. Die Gründe, warum sich die Bewohner des späteren Musikantenlandes zwischen Kusel, Kaiserslautern, Rockenhausen und Meisenheim ausgerechnet der Darbietung von Musik widmeten, sind nicht genau bekannt. Man nimmt an, dass die Bedeutung des kurpfälzischen Hofes in Mannheim als Musikzentrum Europas im 18. Jahrhundert in diese Entwicklung hineinspielte. Auch Bergleute, die für den Abbau der Bodenschätze an Königsberg und Potzberg aus Sachsen, Thüringen oder dem Elsass angeworben worden waren und die in ihrer Freizeit die Volksmusik ihrer Heimat spielten, sollen zur Musikalität der Bewohner des Musikantenlandes beigetragen haben. Mit Beginn des Ersten Weltkriegs begann das Ende für das Wandermusikantentum, das gerade seinen absoluten Höhepunkt erreicht hatte. – Zum Artikel …
Was geschah am 10. Juli?
- 1451 – Jakob III. aus dem Haus Stewart, von 1460 bis 1488 König von Schottland, kommt zur Welt.
- 1851 – Der französische Erfinder Louis Daguerre (Bild), mit der Daguerreotypie ein Pionier in der Geschichte der Fotografie, stirbt.
- 1946 – Der Alliierte Kontrollrat verfügt den Einsatz von Frauen bei der Enttrümmerung der im Zweiten Weltkrieg zerstörten deutschen Städte.
- 1951 – In der Stadt Kaesŏng beginnen rund ein Jahr nach Ausbruch des Koreakrieges erste Verhandlungen über einen Waffenstillstand.
- 1976 – Bei einem Chemieunfall in der norditalienischen Gemeinde Seveso wird das hochgiftige Dioxin TCDD freigesetzt.
In den Nachrichten
- In einer umstrittenen Abstimmung auf Vorstoß der EVP-Fraktion hat das EU-Parlament wieder die Chatkontrolle bis April 2028 beschlossen.
- Laut Schätzungen des Statistischen Bundesamts sind durch die Hitzewelle im Juni alleine in Deutschland 6.800 Menschen zusätzlich gestorben.
- Der Schriftstellerin Christine Wunnicke (Bild) ist der Georg-Büchner-Preis zuerkannt worden.
Kürzlich Verstorbene
- Rainer Dörrzapf (76), deutscher Gewichtheber und Gewichthebertrainer († ≤9. Juli)
- Paola Revenioti (68), griechische LGBT-Aktivistin († 8. Juli)
- Achim Wolff (87), deutscher Schauspieler und Theaterregisseur († 7. Juli)
- Roman Candio (91), Schweizer Kunstmaler († 3. Juli)
- Reinhard Kreckel (85), deutscher Soziologe († 3. Juli)
Schon gewusst?
- Ohne Gustave Herpin würden Briefmarkensammler heute vielleicht noch „Timbromanen“ heißen.
- Die Königin und ihr hungriges Gefolge trieben Kloster Øm fast in den Ruin.
- Modelle von Elbschiffen und Zillen stehen im Mittelpunkt des Festumzugs während der Schifferfastnacht.
- Ältere Menschen können von klimasensibler Gesundheitsberatung profitieren.