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Artikel des Tages
Jakobäa (nld. Jacoba, frz. Jacqueline; * 15. Juli 1401 in Den Haag; † 9. Oktober 1436 in Teilingen) war das einzige eheliche Kind Herzog Wilhelms II. von Straubing-Holland und von 1417 bis 1433 als seine Erbin Gräfin von Hennegau, Holland und Seeland. Obwohl sie bereits 1420 von ihrem Onkel Johann III. weitgehend entmachtet wurde und 1433 im Haager Vertrag ihre Gebiete an Philipp III. von Burgund abtreten musste, den sie 1428 im Delfter Versöhnungsvertrag zum Erben eingesetzt hatte, ist sie das bekannteste Mitglied ihrer Familie. Jakobäa, die insgesamt viermal verheiratet war, starb im Oktober 1436 im Alter von nur 35 Jahren. Mit ihrem kinderlosen Tod endete die 1347 begründete Linie Straubing-Holland des Hauses Wittelsbach. Ihre unglücklichen Ehen trugen dazu bei, dass Jakobäas Leben in der Literatur viel Beachtung erhielt. In späteren Jahrhunderten war das letzte Mitglied des Hauses Straubing-Holland wie das Herzogtum Straubing-Holland insgesamt nur selten Gegenstand der Forschung. Im Vergleich zu vielen anderen Mitgliedern ihres Hauses wurde die politisch wenig erfolgreiche Jakobäa insgesamt doch recht umfangreich und in vielfältiger künstlerischer Weise behandelt. – Zum Artikel …
Was geschah am 15. Juli?
- 1626 – In Antwerpen stirbt Isabella Brant, erste Ehefrau und Modell von Peter Paul Rubens.
- 1801 – Das zwischen Papst Pius VII. und Frankreichs Erstem Konsul Napoleon Bonaparte zustande gekommene Konkordat von 1801 wird von den bevollmächtigten Vertretern unterzeichnet.
- 1851 – Auf der Bahnstrecke Leipzig–Hof wird der letzte Teilabschnitt Reichenbach–Plauen eröffnet; zugleich werden die Göltzschtal- und die Elstertalbrücke eingeweiht.
- 1926 – In El Jadida, Französisch-Marokko, wird der französischsprachige marokkanische Autor Driss Chraïbi (Bild) geboren; in der Provinz Buenos Aires kommt Leopoldo Galtieri, argentinischer General und de facto Staatspräsident während des Falklandkriegs, zur Welt.
- 1926 – Der französische Präsident Gaston Doumergue eröffnet die Pariser Moschee; die am Folgetag eingeweihte Moschee, die erste Frankreichs, wurde als Zeichen des Dankes an die Muslime erbaut, die im Ersten Weltkrieg mit Frankreich gegen Deutschland gekämpft haben.
In den Nachrichten
- Ein Brand in Frankreich im Wald von Fontainebleau hat eine Fläche von über 2000 Hektar erreicht.
- Bei Fluten in Bangladesch sind mindestens 51 Menschen gestorben, mindestens 17 davon im Flüchtlingscamp der Rohingya, dem größten Flüchtlingscamp der Welt.
- Die tschechische Tennisspielerin Linda Nosková (Bild) hat erstmals die Damenkonkurrenz in Wimbledon gewonnen; bei den Männern setzte sich Jannik Sinner gegen Alexander Zverev durch.
Kürzlich Verstorbene
- Galina Kuklewa (53), russische Biathletin († 14. Juli)
- Fantan Mojah (49), jamaikanischer Reggae-Sänger († 14. Juli)
- Mike Browning (62), US-amerikanischer Metal-Schlagzeuger und Sänger († 13. Juli)
- Rob Dieperink (38), niederländischer Fußballschiedsrichter († ≤13. Juli)
- Luis Goytisolo (91), spanischer Schriftsteller († 12. Juli)
Schon gewusst?
- Die rechte Seite der beschnittenen Zeichnung Zwei maskierte Putten erschrecken zwei Kinder lässt sich durch ein Hirtengedicht rekonstruieren.
- Nach Charles Jackson French wurden eine Schwimmhalle, ein Postamt und ein Zerstörer benannt.
- Das Fallschirmjägerdenkmal in Gniebing ist seit über 70 Jahren Gegenstand von Kontroversen.
- In der Harkortstraße in Hamburg wurde bis 1888 Zoll zwischen Altona und Ottensen erhoben.